WordPress läuft auf über 40 Prozent aller Webseiten weltweit — und mit den Jahren sammeln sich bei fast jeder davon dieselben Probleme an: ein Plugin-Stapel, den keiner mehr überblickt, ständige Sicherheits-Updates, träge Ladezeiten und ein Editor, der jedem modernen Workflow im Weg steht. EmDash ist der spirituelle Nachfolger von WordPress, hinter dem Cloudflare steht — schnell, sicher und von Grund auf für die Arbeit mit KI gebaut. In diesem Beitrag zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie ein Umzug von WordPress zu EmDash funktioniert. Wir haben unsere eigene Webseite so umgezogen und wissen genau, worauf es ankommt.
Zu wenig Zeit für den ganzen Prozess? Wir ziehen deine WordPress-Seite in nur zwei Wochen komplett zu EmDash um — inklusive Design und SEO. Buch dir ein kostenloses Erstgespräch.
Warum überhaupt zu EmDash wechseln?
Bevor wir in die Anleitung einsteigen, kurz die Gründe, warum sich der Aufwand lohnt:
- Sicherheit: Laut Cloudflare stammen rund 96 Prozent aller Sicherheitslücken bei WordPress aus Plugins mit vollem Zugriff auf die Seite. Bei EmDash laufen Plugins in einer Sandbox und müssen ihre Berechtigungen vorher deklarieren — ähnlich wie Apps auf dem Smartphone.
- Geschwindigkeit: EmDash baut auf dem Astro-Framework auf, einem der schnellsten Web-Frameworks überhaupt. Keine Caching-Plugins, keine Optimierungs-Tools — die Seite lädt einfach schnell. Wie schnell, zeigen wir dir weiter unten im direkten Vergleich mit WordPress.
- KI von Haus aus: Jede EmDash-Instanz bringt einen MCP-Server, eine CLI und Agent-Skills mit. Inhalte lassen sich direkt mit KI-Werkzeugen pflegen, prüfen und erweitern.
- Offen und flexibel: EmDash ist Open Source (MIT-Lizenz) und läuft auf Cloudflare, einem eigenen Server oder einem kleinen VPS. Kein Vendor-Lock-in. Der Quellcode liegt offen auf GitHub.
Mehr Hintergrund und unseren ehrlichen Erfahrungsbericht findest du in unserem Beitrag „EmDash CMS im Praxistest".

Das EmDash-Admin-Dashboard — aufgeräumt und schnell. Bildquelle: EmDash (emdashcms.com)
Der Geschwindigkeits-Beweis: dieselbe Seite, WordPress gegen EmDash
Wir wollten es genau wissen und haben es nicht bei Behauptungen belassen. Dafür haben wir das komplette Design unserer EmDash-Seite eins zu eins auf WordPress mit Elementor nachgebaut — inklusive Caching-Plugin, auf demselben Server, auf einer eigenen Subdomain. Gleiches Design, gleiche Bilder, gleiches Video, gleiche Bedingungen. Dann haben wir beide Versionen durch Google Lighthouse geschickt.

Vorher: dieselbe Seite auf WordPress mit Elementor und aktivem Caching-Plugin. Quelle: Google Lighthouse.

Nachher: exakt dieselbe Seite auf EmDash. Quelle: Google Lighthouse.
Und das trotz Video im Seitenkopf. Die Zahlen im direkten Vergleich:
- Leistung: von 82 auf 100 Punkte — die volle Punktzahl.
- First Contentful Paint (erster sichtbarer Inhalt): von 1,4 auf 0,5 Sekunden.
- Largest Contentful Paint (der wichtigste Ladezeit-Wert für Google): von 2,3 auf 0,5 Sekunden, mehr als viermal so schnell.
- Total Blocking Time: von 80 auf 0 Millisekunden.
- Speed Index: von 1,6 auf 0,5 Sekunden.
Besonders bemerkenswert: Auch der SEO-Wert stieg von 92 auf 100 Punkte — ganz von allein, ohne dass wir an Struktur oder Inhalten etwas geändert haben. Schnellere Ladezeiten und sauberer Code zahlen direkt auf die Suchmaschinen-Bewertung ein.
Bevor du startest: die Bestandsaufnahme
Ein sauberer Umzug beginnt nicht mit dem Export, sondern mit einer ehrlichen Inventur. Nimm dir dafür eine halbe Stunde und beantworte diese Fragen:
- Welche Inhalte hast du wirklich? Beiträge, Seiten, eigene Inhaltstypen (Custom Post Types), Kategorien, Tags, Medien.
- Welche Plugins sind geschäftskritisch? Kontaktformular, Shop, Mehrsprachigkeit, SEO. Für jedes brauchst du in EmDash eine Lösung — nicht jedes Plugin hat ein direktes Gegenstück.
- Welche URLs ranken bei Google? Diese Adressen musst du später sauber weiterleiten, sonst verlierst du Rankings. Ein Blick in die Google Search Console zeigt dir die wichtigsten Seiten.
- Wie sieht dein Design aus? Willst du das bestehende Theme nachbauen oder den Umzug für ein frisches Design nutzen?
Diese Liste ist deine Landkarte für den gesamten Prozess. Je genauer sie ist, desto reibungsloser läuft der Rest.
Schritt 1: Inhalte aus WordPress exportieren
WordPress bringt einen eingebauten Export mit, der alle Inhalte in einer sogenannten WXR-Datei bündelt (eine XML-Datei). Das ist der zuverlässigste Weg, weil er wirklich alles erfasst — auch Entwürfe, benutzerdefinierte Felder und private Beiträge.
So geht's:
- Melde dich im WordPress-Adminbereich an.
- Gehe auf Werkzeuge → Daten exportieren.
- Wähle Alle Inhalte aus.
- Klick auf Export-Datei herunterladen.
Du erhältst eine .xml-Datei. Bewahre sie gut auf — sie ist die Grundlage für den kompletten Import. Wichtig: Lass deine WordPress-Seite online, bis der Umzug vollständig geprüft ist. Erst wenn alles bei EmDash läuft und die Weiterleitungen greifen, schaltest du die alte Seite ab.
Schritt 2: EmDash aufsetzen
Als Nächstes brauchst du eine laufende EmDash-Instanz, in die du importierst. EmDash läuft auf verschiedenen Umgebungen — je nachdem, was du bevorzugst:
- Cloudflare: die serverlose Variante, skaliert automatisch bis auf null.
- Eigener Server oder VPS: volle Kontrolle, wenn du selbst hosten willst. Die offizielle Node.js-Deployment-Anleitung führt dich durch die Einrichtung.
EmDash braucht mindestens Node.js 22 und eine Datenbank (SQLite reicht für die meisten Seiten völlig aus, alternativ PostgreSQL). Für den Einstieg genügt ein einziger Befehl, der ein neues Projekt anlegt. Die komplette Einrichtung ist in der EmDash-Dokumentation beschrieben.
Der technische Teil klingt nach zu viel? Genau das übernehmen wir für dich. Wir richten EmDash auf deiner Wunsch-Umgebung ein und kümmern uns um Server, Datenbank und Sicherheit. Sprich mit uns über deinen Umzug.
Schritt 3: Den Import-Assistenten nutzen
EmDash hat einen eingebauten Import-Assistenten speziell für WordPress. Er nimmt deine WXR-Datei und legt daraus automatisch die passenden Inhaltsstrukturen an.
- Öffne im EmDash-Admin Einstellungen → Import → WordPress.
- Zieh deine
.xml-Datei per Drag-and-drop in das Fenster (oder klick zum Durchsuchen). Die Datei wird direkt im Browser eingelesen. - Der Assistent zeigt dir, was er erkannt hat: Beiträge, Seiten, Medien und eigene Inhaltstypen.
Der ganze Vorgang dauert je nach Menge nur wenige Minuten. Details und aktuelle Screenshots findest du in der offiziellen Migrations-Anleitung.
Schritt 4: Inhaltstypen den Collections zuordnen
In EmDash heißen Inhaltstypen „Collections". Der Import-Assistent macht dir hier die Arbeit leicht:
- Beiträge und Seiten werden zu den passenden Collections.
- Eigene Inhaltstypen (Custom Post Types) werden automatisch als neue Collections angelegt, wenn es noch keine Zuordnung gibt.
- Fehlende Felder ergänzt EmDash selbstständig in bestehenden Collections.
- Kategorien und Tags wandern als Taxonomien mit — die Hierarchie bleibt erhalten.
- Benutzerdefinierte Felder (etwa aus Advanced Custom Fields) werden als JSON importiert.
Du entscheidest per Schalter, welche Inhaltstypen übernommen werden. Auch der Status bleibt erhalten: Aus einem Entwurf wird ein Entwurf, aus einem veröffentlichten Beitrag ein veröffentlichter. Danach klickst du auf Inhalte importieren.
Schritt 5: Medien übernehmen
Bilder und Dateien sind ein eigener Schritt. EmDash kann deine Medien direkt aus den alten WordPress-URLs herunterladen:
- Es lädt die Dateien von deiner WordPress-Adresse.
- Doppelte Dateien werden anhand ihres Inhalts erkannt und nur einmal gespeichert.
- Die Bild-URLs in deinen Inhalten werden automatisch auf die neuen Adressen umgeschrieben.
Das Ergebnis: Deine Bilder liegen sauber in der EmDash-Medienverwaltung — ohne dass du eine einzige Datei von Hand hochladen musst.
Schritt 6: Design neu aufbauen
Das ist der Punkt, an dem sich ein Umzug von einem simplen Datentransfer unterscheidet. EmDash schreibt dir kein Design vor — du hast völlige Gestaltungsfreiheit. Zwei Wege sind möglich:
- Bestehendes Theme nachbauen: Wenn du mit deinem aktuellen Look zufrieden bist, wird er als eigenes Astro-Theme umgesetzt. EmDash bringt dafür sogar eine Agent-Skill zum Portieren von WordPress-Themes mit.
- Frisch gestalten: Viele nutzen den Umzug für einen kompletten Neustart — mit Scroll-Animationen, Video-Hero und allem, was modernes Webdesign hergibt. Genau das haben wir bei unserer eigenen Seite gemacht.
Wichtig zu wissen: WordPress-Plugins und individuelle Gutenberg-Blöcke laufen in EmDash nicht eins zu eins weiter. Für Blöcke gibt es die „Block Kit"-Agent-Skill, die beim Nachbauen hilft. Geschäftskritische Funktionen wie Formulare oder Shops brauchen eine bewusste Lösung — hier lohnt sich Erfahrung.
Design und Theme sind Handwerk. Wir bauen dein bestehendes Design nach oder gestalten es komplett neu — inklusive aller Funktionen, die dein Shop braucht. Lass uns dein Projekt besprechen.
Schritt 7: Weiterleitungen einrichten (der SEO-kritische Schritt)
Diesen Schritt überspringen viele — und verlieren damit ihre Google-Rankings. Wenn sich deine URL-Struktur ändert, musst du jede alte Adresse per 301-Weiterleitung auf die neue schicken. Nur so behältst du deine Platzierungen und vermeidest 404-Fehler.
EmDash unterstützt dich dabei und kann passende Weiterleitungsregeln erzeugen. Diese lassen sich anwenden über:
- Cloudflare-Weiterleitungsregeln,
- die Redirect-Konfiguration deiner Hosting-Umgebung,
- oder die
redirects-Option in derastro.config.mjs.
Unser Tipp aus der Praxis: Exportiere vorher aus der Google Search Console deine wichtigsten Seiten und stelle sicher, dass für jede eine Weiterleitung existiert. Reiche nach dem Umzug außerdem eine frische Sitemap in der Search Console ein — so findet Google die neue Struktur schneller.
Schritt 8: Live gehen und alles prüfen
Bevor du die alte Seite abschaltest, geh diese Checkliste durch:
- Stimmen alle Inhalte, Bilder und Formatierungen?
- Funktionieren die wichtigsten alten URLs per Weiterleitung?
- Laden Formulare, Suchfunktion und andere Kernfunktionen?
- Sieht die Seite auf dem Handy genauso gut aus wie am Desktop?
- Ist die Sitemap erreichbar und in der Search Console eingereicht?
Erst wenn alles passt, stellst du die Domain auf die neue EmDash-Seite um. Behalte die alte WordPress-Installation noch ein paar Wochen als Backup, dann kannst du sie beruhigt abschalten.
Wie lange dauert so ein Umzug?
Ehrlich gesagt: Das hängt stark von deiner Seite ab. Ein reiner Blog mit ein paar Dutzend Beiträgen ist an einem Tag umgezogen. Eine gewachsene Unternehmensseite mit eigenen Inhaltstypen, individuellem Design, Formularen und hunderten indexierten URLs braucht mehr Sorgfalt — vor allem beim Design und den Weiterleitungen.
Der Datenimport selbst ist dank des Assistenten in Minuten erledigt. Die eigentliche Arbeit steckt im Nachbau des Designs, im Übertragen der Funktionen und in der lückenlosen SEO-Absicherung. Genau diese drei Punkte entscheiden darüber, ob ein Umzug reibungslos läuft oder Rankings kostet.
Fazit: Der Umzug lohnt sich — mit dem richtigen Plan
Ein Wechsel von WordPress zu EmDash ist kein Hexenwerk, aber auch kein reiner Knopfdruck. Der Import der Inhalte ist der einfache Teil. Die Kunst liegt im sauberen Nachbau von Design und Funktionen und in der SEO-sicheren Weiterleitung aller alten Adressen. Wer diese Punkte ernst nimmt, bekommt am Ende eine Seite, die schneller, sicherer und zukunftsfähiger ist als jedes in die Jahre gekommene WordPress.
Wir ziehen WordPress-Seiten zu EmDash um — komplett, inklusive Design, Funktionen und SEO, in nur zwei Wochen. Du musst dich um nichts kümmern. Buch dir jetzt dein kostenloses Erstgespräch und wir schauen gemeinsam, wie dein Umzug aussehen kann.
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Bildnachweise: Beitragsbild und Dashboard-Screenshot: EmDash (emdashcms.com). EmDash ist ein Open-Source-Projekt (MIT-Lizenz).
