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25. Juli 2026·8 Min. Lesezeit

Was kostet ein Shopify-Shop? Eine ehrliche Preisübersicht

Was kostet ein Shopify-Shop wirklich? Ehrliche Preisübersicht: Shopify-Gebühren, Agenturkosten, Apps und laufende Kosten – Stand Juli 2026.

"Was kostet ein Shopify-Shop?" ist die Frage, die uns in jedem Erstgespräch begegnet – und gleichzeitig die, auf die du im Netz die schwammigsten Antworten findest. Die meisten Agenturen schreiben "Preis auf Anfrage" und hoffen, dass du erst im Verkaufsgespräch nach Zahlen fragst.

Wir machen das anders. In diesem Beitrag bekommst du echte Zahlen, wo es echte Zahlen gibt (die Shopify-Gebühren), und ehrliche Größenordnungen, wo jedes Projekt anders ist (die Agenturleistung). Damit du am Ende weißt, mit welchem Budget du realistisch planen solltest – und woran du erkennst, ob ein Angebot fair kalkuliert ist.

Die Gesamtkosten eines Shopify-Shops bestehen aus vier Blöcken:

  1. Shopify-Gebühren (monatlich, an Shopify)
  2. Einmalige Erstellung (das Agentur- oder Freelancer-Budget)
  3. Apps und Tools (monatlich, laufend)
  4. Betreuung und Marketing (laufend, optional – aber selten wirklich optional)

Gehen wir sie der Reihe nach durch.

Kostenblock 1: Die Shopify-Gebühren (Stand Juli 2026)

Das ist der transparenteste Teil, denn Shopify veröffentlicht seine Preise offen. Für Deutschland gelten aktuell diese Monatspreise (Stand Juli 2026, Quelle: offizielle Shopify-Preisseite):

| Plan | Monatliche Zahlung | Jährliche Zahlung |

|---|---|---|

| Basic | 36 € | 25 € |

| Grow (früher "Shopify"-Plan) | 105 € | 66 € |

| Advanced | 384 € | 289 € |

| Plus | ab 2.100 € | – (Vertragslaufzeiten individuell) |

Dazu kommen die Zahlungsgebühren. Mit Shopify Payments zahlst du für Online-Kreditkartenzahlungen:

  • Basic: 2,1 % + 0,30 € pro Transaktion
  • Grow: 1,8 % + 0,30 €
  • Advanced: 1,6 % + 0,30 €
  • Plus: individuell verhandelte Konditionen

Wichtig: Nutzt du einen externen Zahlungsanbieter statt Shopify Payments, verlangt Shopify zusätzlich eine Gebühr von 2 % (Basic), 1 % (Grow), 0,6 % (Advanced) bzw. 0,2 % (Plus) – zusätzlich zu den Gebühren des Anbieters selbst. In der Praxis fährst du mit Shopify Payments fast immer besser.

Welcher Plan für wen?

  • Basic reicht für die meisten Shops beim Start völlig aus. Ehrlich: Starte hier, nicht höher.
  • Grow lohnt sich, wenn dein Umsatz wächst – die niedrigeren Transaktionsgebühren gleichen den höheren Grundpreis ab einem mittleren fünfstelligen Monatsumsatz aus.
  • Advanced rechnet sich rein über die Gebühren meist erst ab deutlich höheren Umsätzen, bringt aber auch bessere Reports und mehr Funktionen für internationale Märkte.
  • Plus ist Enterprise-Territorium: Checkout-Anpassungen, B2B-Funktionen, mehrere Stores, hohe Lastspitzen. Für die meisten Händler beim Start schlicht nicht relevant.

Da sich Preise ändern können: Verlass dich im Zweifel immer auf die aktuelle Shopify-Preisseite, nicht auf Blogbeiträge – auch nicht auf unseren.

Kostenblock 2: Die einmalige Erstellung – was Agenturen wirklich kosten

Jetzt zum Teil, bei dem die meisten mauern. Vorab die nötige Ehrlichkeit: Die folgenden Zahlen sind Größenordnungen aus unserer Projekterfahrung, keine Preisliste. Jede Agentur kalkuliert anders, jedes Projekt ist anders – aber du sollst eine realistische Vorstellung bekommen, statt im Nebel zu stochern.

Setup auf Theme-Basis: der solide Einstieg

Der häufigste Weg: Ein hochwertiges, gekauftes Theme wird an deine Marke angepasst – Farben, Typografie, Sektionen, individuelle Anpassungen im Code, Einrichtung von Zahlungsarten, Versand, Steuern und Rechtstexten, plus Grundstruktur für SEO.

Solide umgesetzte Projekte dieser Art beginnen erfahrungsgemäß im unteren fünfstelligen Bereich. Kleinere Setups – etwa wenn du Produkttexte und Bilder komplett selbst lieferst und wenig Individualisierung brauchst – sind auch darunter machbar. Wer dir ein komplettes Agentur-Setup für ein paar hundert Euro verspricht, klickt in der Regel nur ein Theme zusammen, das du auch selbst zusammenklicken könntest.

Individuelles Design + Custom Theme: die Kür

Wenn dein Shop nicht nach Template aussehen soll, sondern ein eigenständiges Markenerlebnis werden muss – eigenes Design aus dem Nichts, maßgeschneidertes Theme, individuelle Funktionen – liegst du deutlich darüber, häufig beim Mehrfachen eines Theme-Projekts. Das ist kein Aufschlag für Eitelkeit: Konzeption, Design-Iterationen, sauberer Theme-Code und Tests auf allen Geräten sind schlicht viele zusätzliche Arbeitstage.

Eigene Apps und Schnittstellen: nach Aufwand

Anbindungen an Warenwirtschaft oder ERP, individuelle App-Entwicklung, komplexe Produktkonfiguratoren, Migrationen aus Altsystemen mit zehntausenden Bestellungen – das lässt sich seriös nur nach Aufwand kalkulieren. Alles andere wäre geraten. Eine gute Agentur schätzt solche Bausteine nach einem Workshop und benennt Unsicherheiten offen.

Was den Agenturpreis wirklich treibt

Damit du Angebote einordnen kannst – das sind die fünf größten Preistreiber:

  • Design-Individualität: Theme anpassen vs. alles neu entwerfen ist der größte Hebel überhaupt.
  • Funktionsumfang: Jede Sonderfunktion (Konfiguratoren, Abos, B2B-Preislogik, Mehrsprachigkeit) kostet Konzeption, Umsetzung und Tests.
  • Schnittstellen: ERP, Warenwirtschaft, PIM, Fulfillment – Integrationen sind oft der unterschätzteste Kostenblock.
  • Migration: Produkte, Kunden, Bestellungen und vor allem SEO-Weiterleitungen aus einem Altshop sauber umzuziehen, ist echte Arbeit.
  • Content: Wer liefert Produkttexte, Fotos, Übersetzungen? "Das machen wir noch schnell" wird im Projekt regelmäßig zum größten Zeitfresser.

Du willst statt Spannen eine konkrete Zahl für dein Projekt? Buch dir ein kostenloses Erstgespräch – nach 30 Minuten kennst du unsere ehrliche Einschätzung, ohne Verkaufsdruck.

Template vs. Custom: der ehrliche Vergleich

Die Wahrheit, die dir nicht jede Agentur sagt: Für die meisten Händler ist ein angepasstes Premium-Theme die bessere Wahl. Moderne Shopify-Themes sind technisch ausgereift, schnell, mobiloptimiert und werden vom Theme-Anbieter weitergepflegt. Mit gutem Branding darauf sieht dein Shop professionell aus – für einen Bruchteil der Custom-Kosten.

Ein Custom Theme lohnt sich, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:

  • Deine Marke lebt vom Design und muss sich sichtbar vom Wettbewerb abheben.
  • Du brauchst Funktionen oder Kaufstrecken, die kein Theme abbildet.
  • Dein Shop ist groß genug, dass kleine Conversion-Verbesserungen die Investition rechtfertigen.

Und die Gegenrichtung, genauso ehrlich: Wenn dir eine Agentur bei einem Startbudget im mittleren vierstelligen Bereich ein "komplett individuelles Design" verspricht, geht das rechnerisch nicht auf – irgendwo wird dann gespart, meist an Konzeption und Qualitätssicherung.

Kostenblock 3: Apps und laufende Tools

Shopify deckt die Basis ab, vieles Weitere kommt aus dem App Store. Typische Kandidaten: Bewertungen, E-Mail-Marketing, Suche und Filter, Bundles, Rechtstexte/Rechnungen für den deutschen Markt, Tracking-Lösungen.

Realistische Hausnummer: Die meisten Shops landen bei etwa 50 bis 300 € pro Monat für Apps – je nach Anspruch. Einzelne Tools (etwa E-Mail-Marketing) wachsen mit der Kontaktzahl und können diesen Rahmen sprengen.

Zwei ehrliche Hinweise dazu:

  • Weniger ist mehr. Jede App kostet Geld und oft Ladezeit. Wir werfen in Projekten regelmäßig mehr Apps raus, als wir installieren.
  • Vieles, wofür es Apps gibt, können moderne Themes oder ein paar Zeilen Code besser und dauerhaft günstiger. Eine gute Agentur sagt dir, wann sich welche Lösung rechnet.

Kostenblock 4: Laufende Betreuung und Marketing

Der Punkt, den fast jede Kostenrechnung unterschlägt: Ein Shop ist nach dem Launch nicht fertig – er fängt dann erst an.

  • Technische Betreuung: Theme-Updates, App-Pflege, kleine Anpassungen, Fehlerbehebung. Ob als Wartungsvertrag oder auf Zuruf – plane dafür ein monatliches Budget ein, je nach Umfang von einem kleinen dreistelligen Betrag bis deutlich mehr.
  • Marketing: Der teuerste Shop bringt nichts ohne Besucher. SEO, Werbeanzeigen, E-Mail-Marketing – rechne hier ehrlich: Bei aktivem Wachstum ist das laufende Marketingbudget mittelfristig fast immer größer als die einmaligen Erstellungskosten.
  • Content-Pflege: Neue Produkte, saisonale Kampagnen, Bilder, Texte. Entweder deine Zeit oder externes Budget.

Wenn dir eine Agentur einen Shop verkauft, ohne über diesen Block zu sprechen, plant sie an deiner Realität vorbei.

Versteckte Kosten, vor denen dich niemand warnt

Damit du nicht in die klassischen Fallen läufst – diese Posten tauchen in Angeboten gern nicht auf:

  • Rechtliches: Abmahnsichere Rechtstexte, Cookie-Consent, ggf. Verpackungslizenzierung – kein Agenturhonorar, aber reale Kosten.
  • Premium-Theme-Lizenz: Einmalig meist im niedrigen dreistelligen Euro-/Dollar-Bereich – fair, aber sollte im Angebot stehen.
  • Produktfotos: Der häufigste Grund, warum fertige Shops nicht live gehen. Gute Bilder kosten Geld oder viel eigene Zeit.
  • Transaktionsgebühren: Prozentual klingt wenig – bei 30.000 € Monatsumsatz sind 2,1 % + Stückgebühren aber ein relevanter Posten in deiner Kalkulation.
  • Nachträge durch unklare Briefings: Der größte versteckte Kostenblock überhaupt. Jede Anforderung, die erst mitten im Projekt auftaucht, ist teurer, als sie es im Konzept gewesen wäre.

Woran du ein gutes Angebot erkennst

Nach hunderten Angeboten – unseren eigenen und denen, die Kunden uns zum Vergleich vorlegen – sind das die verlässlichsten Signale:

  1. Leistungen sind konkret aufgeschlüsselt. Nicht "Shop-Erstellung: Pauschale X", sondern erkennbare Positionen: Konzeption, Design, Umsetzung, Datenmigration, Testing, Schulung.
  2. Annahmen stehen drin. Ein seriöses Angebot benennt, wovon es ausgeht (z. B. "Produkttexte werden vom Kunden geliefert") – denn genau daran entscheidet sich später, was ein Nachtrag ist.
  3. Es gibt Rückfragen vor dem Preis. Wer dir ohne ein einziges Gespräch über Sortiment, Schnittstellen und Ziele einen Festpreis nennt, hat geraten.
  4. Der laufende Betrieb wird angesprochen. Wartung, Apps, Marketing – ein gutes Angebot denkt über den Launch hinaus.
  5. Die Agentur rät dir auch mal ab. Das stärkste Qualitätssignal: eine Agentur, die sagt "das brauchst du zum Start noch nicht".

Spartipps ohne Qualitätsverlust

Sparen kannst du an vielen Stellen – aber nur an den richtigen:

  • Starte mit Theme statt Custom. Ein individuelles Design kannst du nachrüsten, wenn der Shop beweist, dass er Umsatz macht.
  • Launche mit einem MVP-Umfang. Erst verkaufen, dann verfeinern. Jede Funktion, die du auf "Phase 2" verschiebst, senkt Budget und Risiko.
  • Liefere Content selbst zu – wenn du es gut kannst. Produkttexte und Bildmaterial in Eigenleistung sparen echtes Agenturbudget.
  • Zahle Shopify jährlich. Der Rabatt gegenüber monatlicher Zahlung ist erheblich (siehe Tabelle oben) – bei Basic sparst du über 130 € im Jahr.
  • Miste Apps regelmäßig aus. Ein App-Audit alle sechs Monate spart oft mehr, als es kostet.

Woran du nicht sparen solltest: saubere Datenmigration, Tracking-Setup und mobile Performance. Fehler an diesen Stellen kosten dich später ein Vielfaches – nur unsichtbar, als entgangener Umsatz.

Fazit: Mit welchem Budget solltest du rechnen?

Die ehrliche Zusammenfassung: Ein professionell von einer Agentur umgesetzter Shopify-Shop auf Theme-Basis beginnt bei soliden Projekten im unteren fünfstelligen Bereich – kleinere Setups mit viel Eigenleistung auch darunter. Individuelles Design und Custom-Entwicklung liegen deutlich darüber, Schnittstellen und eigene Apps kommen nach Aufwand dazu. Laufend zahlst du die Shopify-Gebühren (ab 25 €/Monat im Basic-Plan bei jährlicher Zahlung, Stand Juli 2026), Apps und Zahlungsgebühren – und solltest von Anfang an ein realistisches Budget für Betreuung und Marketing einplanen.

Ob sich das lohnt, entscheidet nicht der Preis, sondern das Verhältnis von Investition zu dem, was der Shop erwirtschaftet. Genau deshalb ist die wichtigste Frage nicht "Was kostet ein Shopify-Shop?", sondern: "Welcher Shop-Umfang passt zu meinem Geschäftsmodell – und was darf der kosten?"

Diese Frage beantworten wir dir gern konkret: Vereinbare ein unverbindliches Gespräch mit uns – du bekommst eine ehrliche Einschätzung zu Umfang und Budget für dein Projekt. Auch dann, wenn die Antwort lautet: "Dafür brauchst du (noch) keine Agentur."